Wenn Du es eilig hast, dann gehe langsam.

Wenn Du es noch eiliger hast, dann mache einen Umweg!

Hier oben sieht man den begehbaren “Kleiderschrank” für 8 Crewmitglieder. Gemeinsam mit ein paar T-Shirts und Unterhosen ist es an Bord damit eigentlich getan. Manche verwenden noch Socken – das war’s dann aber wirklich in Bezug auf Kleidung. Für persönliche Gegenstände und Hygieneartikel hat man dann noch einen kleinen Rucksack, oder Seesack dabei. Legt man die Überschrift um auf den Segelsport, dann könnte man sagen: “Wenn Du mit einem Segelboot fährst, dann nehme nur das Notwendigste mit. Wenn Du vor hast weit zu segeln, dann nimm noch weniger!”

Warum nicht mehr einpacken?

Das Ziel einer Regatta ist es schnell zu segeln – und am besten zu gewinnen. Man nimmt also nur mit, was der Zielerreichung dient. Jedes Teil zu viel wird schnell zum unnötigen Balast. Denn:

Das Boot ist so sehr auf Hochleistung ausgelegt, dass mehr Kleidung und der dafür notwendige Platz einfach gar nicht eingeplant ist. Es gibt übrigens auch keinen Platz um zusammen zu sitzen, keinen Tisch, keine Sessel.

Sitzplatz Motorabdeckung
Platz gibt es für das Nötigste

Vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sehen

Wenn man sich die Frage stellt, ob das so Sinn macht, dann betrachtet man am besten das Gegenteil von fokussiertem und bewusstem Vorgehen:

  • Wie habe ich mehr Erfolg? – Indem ich ein oder zwei Dinge richtig gut und mit starkem Engagement erledige, oder, indem ich viele Dinge gleichzeitig erledige und damit überall nur ein bisschen zu Wege bringe?
  • Wie habe ich schneller das passende Werkzeug zur Hand? Indem ich eine riesige Kiste mit allerlei Kram durchwühle, oder, indem ich gezielt hingreifen kann, was ich benötige?


Es wird schnell klar, dass die Konzentration auf das Wesentliche ein Schlüsselfaktor zum Erfolg ist.

Ich dachte ich hätte wenig mit – hatte aber sicher 3 Mal zu viel eingepackt

Aber wie sehr kann man sich einschränken und fokussieren? Das ist Sache der Erfahrung und der Übung. Als Rookie hatte ich sicher eine ganze Tasche zu viel mit. Und selbst in meinen Rucksack hatte ich so viel hineingestopft, dass ich Mühe hatte überhaupt etwas passendes zu finden. Somit mußte ich regelmäßig alles im Dunkeln der Schlafquartiere auspacken, sortieren, das Notwendige heraus nehmen und dann wieder alles einpacken. Sehr ineffizient, und Mühsam wie ich fand.

Lektion gelernt

Für Hochleistung braucht es Fokus und nur die wirklich entscheidenden Werkzeuge. Unnötiges Beiwerk wird rasch zum Balast und verwässert die Sicht auf das Wesentliche. Eigentlich einfache Basics, man muss sich aber ständig erinnern und auch danach Handeln. Im Sport genauso wie im Business.

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