"Ein fauler Apfel verdirbt den gesamten Korb"

5 Tipps aus meiner Erfahrung, um nachhaltig motiviert zu bleiben!

Es ist schon erstaunlich, eben kämpfte ich noch damit meine ganz basale tägliche Routine organisiert zu bekommen und im nächsten Moment ist alles was eben noch neu und aufwändig war ganz selbstverständlich. Und weil es selbst unter Rennbedingungen fast zwei Wochen braucht um den Atlantik zu überqueren stelllt sich rasch die Frage, wie man nachhaltig motiviert bleiben kann. Hier ein paar Erlebnisse und daraus resultierende 5 Tipps, wie das gelingen kann. – Auch ohne über einen Ozean zu segeln.

Was um Himmels willen mache ich hier eigentlich?

Wir rauschten dahin, der Plotter, eine Art Navi für Boote, zeigte uns noch immer mitten im Atlantik. Tausende Meilen vom Festland entfernt, nach Tagen der Fahrt. Weit und breit war nichts und niemand zu sehen, außer das Meer.  – Einem Frachter waren wir bisher begegnet. 

“Na? Wie oft habt Ihr Euch schon zweifelnd gefragt was Euch geritten hat hier teilzunehmen und was Ihr hier eigentlich macht?”, fragte Gerwin die im finsteren der Nacht anrückende Wachmannschaft. Auch ich kletterte gerade an Deck, im feuchten Ölzeug, mit Rettungsweste und Gurt, nach rund 4 Stunden Schlaf und nach einer Dose Thunfisch zum “Frühstück”. Ich begann nachzudenken und nahm mir wirklich die Zeit gewissenhaft in meinem Gedächtnis zu kramen. Hatte ich bisher gezweifelt?

“Na?”, hakte Gerwin nach, “Wie oft?”. Wir begannen uns anzublicken, schauten durch die Runde, ob jemand etwas sagen wollte.

“Eigentlich, gar nicht.”, antwortete ich, “jetzt habe ich so auf diese Überquerung hingefiebert; ich wollte das unbedingt machen. Meine Entscheidung habe ich noch keine Minute bereut.”

Aber irgendwann reicht es einem doch!

Auch zurück in Wien wurde ich immer wieder gefragt, ob es Momente gab, in denen ich einfach nicht mehr wollte. Aber nein, die gab es nicht. Warum? Hier sind meine 5 Tipps wie es mir gelungen ist:

Unter Deck ist es irre heiß

Alles schöne Worte und Prinzipien, aber klappt das? Nicht immer. Und auch das gehört dazu. So habe ich mich dabei erwischt eines Tages darüber zu raunzen, dass es unter Deck heiß und stickig war. Ein Teammitglied reagierte auf meinen Unmut mit den Worten: “Hast Du schon die Ventilatoren entdeckt? – Die helfen super, finde ich!” – Ich fühlte mich ertappt. Anstatt positiv zu bleiben, nach Abhilfe zu suchen, hatte ich begonnen zu meckern. Die fast beschwingt positive Reaktion zeigte mir aber sofort, dass es an mir lag, dass andere diese Umstände nicht als Bürde empfangen, dass ich selbst für Hilfe sorgen konnte und vor allem, dass dies wirklich kein großes Problem war. Von nun an nahm ich mir vor, solche Gedanken sofort zu verbannen. Und selbst zum positiven Fels in der Brandung zu werden. Was für eine nette Erfahrung – wo es doch zu Beginn darum ging zu raunzen.

Galerie der positiven Vibes!

Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb

Was aber, wenn es solche positiven Teammitglieder nicht gibt?

Was, wenn man die negativen Gedanken nicht los wird?

Ja dann besteht die Gefahr, dass dieser erste Gedanke zum faulen Apfel wird, der den gesamten Korb verdirbt. Oder auch negative Rückmeldungen von KollegInnen können so ein “fauler Apfel” sein.

Als Führungskraft, aber auch für mich selbst muss man auf der Hut sein, nach solchem verdorbenen “Obst”. Destruktive Kräfte können einen selbst und das gesamte Team verderben. Daher hier meine Tipps, wie man als Führungskraft agieren sollte:

Schöne Momente genießen und festhalten!

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