Mitarbeiterbindung in Zeiten von Wandel

4 effektive Tipps, um Mitarbeitende langfristig an Dein Unternehmen oder Team zu binden

Gerade in jetzigen Zeiten des Fachkräftemangels nimmt Mitarbeiterbindung eine immer wichtigere Rolle ein. Denn nur wenn Mitarbeitende sich geschätzt, fair behandelt und als Teil eines Teams fühlen werden diese dem Unternehmen treu bleiben. Doch wie kann Mitarbeiterbindung, in Zeiten des Wandels, erreicht werden?

Christina Schendl

„Begeisterte und engagierte Mitarbeiter heute sind eine gute Basis dafür, dass heutige Noch-Nicht-Mitarbeiter morgen Mitarbeiter werden, die am liebsten gestern schon da gewesen wären und auch viel länger als bis übermorgen bleiben.“

Carsten Bach

1. Mitarbeiterbindung durch Wertschätzung

In Österreich stellt die Unzufriedenheit mit der Führungskraft den häufigsten Kündigungsgrund dar (Statistik Austria, 2018).

Denn Wertschätzung wird im stressigen Arbeitsalltag schnell einmal vergessen. Wer immer gute Leistungen liefert sollte dafür auch anerkannt werden. Sonst kann dies schnell in Frustration enden. Dabei geht es meistens um immaterielle Wertschätzung wie Lob für gute Leistungen, jedoch gehören auch ein angemessenes Gehalt und Benefits zur Wertschätzung der Mitarbeitenden dazu. Empfohlen wird häufig eine Ratio von Lob zur Kritik von 1:5 oder sogar 1:7. Übertreiben sollte man es aber nicht. Überlege Dir als Führungskraft, welche Instrumente der Anerkennung zur Dir und Deinem Unternehmen passen und setze sie gekonnt und regelmäßig ein.

2. Feedback und Transparenz

Wenn im Unternehmen eine offene Gesprächskultur herrscht, entstehen viele Probleme gar nicht erst. Vor allem in Zeiten von Wandel in Organisationen kommt diesem Punkt eine besondere Bedeutung zu. So können Zweifel, die Mitarbeitende über Veränderungen haben, angesprochen, und entweder im Blick behalten oder sofort aus dem Weg geräumt werden.  

Außerdem hilft Feedback den Mitarbeitenden sich zu entwickeln und zu wachsen. Auch eine Arbeitnehmende – Vorgesetzten Beziehung basiert auf offener und wertschätzender Kommunikation. Dafür sollte im Unternehmen aktiv gearbeitet werden. Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen, sondern muss immer wieder gestärkt werden. Wenn die Führungskraft die Mitarbeitenden nur bei Problemen anspricht und z.B. sonst nicht einmal grüßt, wird es schwierig sein, eine offene Feedbackkultur aufzubauen.

3. Zufriedenheit im Job durch Sinnstiftung

Niemand kann gezwungen werden, seine/ihre Arbeit gerne zu verrichten. Doch nur Mitarbeitende die zufrieden mit ihren Aufgabenbereichen und Arbeitsumfeld sind, werden ihren Job gut und gerne erledigen. Diese werden dir auch bei Veränderungen treu bleiben. Deshalb ist es wichtig schon im Recruiting Prozess die Motivation der Mitarbeitenden herauszufinden, um abstimmen zu können, ob die Vorstellungen von der Unternehmensleitung und die persönlichen Vorstellungen zusammenpassen. Später sollte ein offener Dialog über das Aufgabenfeld stattfinden. Letztlich sollte auch der Grad der Selbständigkeit an die jeweilige Mitarbeiter:in angepasst werden. Während manche Persönlichkeiten stärker geführt werden möchten, streben andere nach möglichst viel Unabhängigkeit. Vor allem aber wollen alle für „sinnvolle“ Tätigkeiten eingesetzt werden. Die Beurteilung der Sinnhaftigkeit ist dabei subjektiv und benötigt vor allem das Wissen um das gemeinsame Ziel. 

4. Durch Teamwork und ein kollegiales Umfeld 

Wer sich in seinem/ihrem Team wohlfühlt wird auch Bestleistungen zeigen. Schon beim Recruiting sollte darauf geachtet werden, dass die Persönlichkeit ins Team passt. Auch Teambuilding Maßnahmen und gemeinsame Tätigkeiten können Teams sehr zusammenwachsen lassen. Mitarbeitende die sich wohlfühlen, werden auch bei Veränderungen vertrauen in Dich setzten, und die Veränderungen mit dir anpacken.

Im Grunde ist Mitarbeiterbindung sowohl in Zeiten des Wandelns als auch in ruhigeren Zeiten wichtig. Nur wenn sich Mitarbeitende am Arbeitsplatz wohlfühlen machen sie ihre Arbeit gerne und gut. Die Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt ändern sich gerade sehr schnell und nur wer kreativ am Ball bleibt, wir gute Mitabeiter:innen anziehen und erfolgreich binden können.

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