11 Tage Atlantik und absolut kein Kontakt

Wie man längere Abwesenheiten plant und auch durchhält

Voller Fokus auf die Regatta über den Atlantik heißt auch Verabschiedung von allen anderen alltäglichen Verpflichtungen, Aktivitäten, Routinen. Die Umstellung muss gut geplant sein, denn niemand will quälende Gedanken, offene Arbeitsaufträge oder anstehende Gespräche mit über den Ozean nehmen. Wie koppelt man sich also erfolgreich vom Leben an Land ab?

Festlegung eines Zeitraums

Sich für einige Wochen abzumelden bedeutet eine große Umstellung für einen selbst, aber vor alle auch für jene, die an Land bleiben und weiterhin tägliche Routine zu verrichten haben.

Die Festsetzung des Zeitraumes ab wann man nicht mehr erreichbar sein wird und wann man wieder zur Verfügung steht erleichtert die Planung und Kommunikation der Auszeit. Dies ist der erste Schritt zur notwendigen Klarheit.

Information aller vorhersehbaren Kontakte

Wir alle kennen Studien und Erkenntnisse darüber wie oft Information an uns Menschen herangetragen werden muss, damit wir sie uns auch merken. Und es gilt: einmal ist keinmal.

Daher ist es zu raten bereits lange Zeit im Voraus die geplante Abwesenheit in Standardkommunikation einfließen zu lassen. Am Ende von Telefonkonferenzen, in Emails, auf der Homepage und am Telefon. Man kann diese Botschaft nicht “überkommunizieren”.

Delegieren wichtiger Aufgaben

Manches läßt sich nicht aufschieben. Gewisse Dinge gehen eben weiter und benötigen Aufmerksamkeit. Die Verfügbarkeit, aber auch die Qualifizierung und Ermächtigung einer Vertretung deckt diesen Punkt ab. Es benötigt eventuell Zeit, um eine geeignete Person oder Stelle zu finen. Langfristige Planung zahlt sich also aus.

Verabschiedung und Erinnerung

Eine Alarmanlage bringt nichts, wenn man sie nicht scharf stellt, sobald man das Haus verläßt. So verhält es sich hier auch. Am Tag “X” muss man sich verabschieden und dann auch wirklich off-line sein. Jetzt noch schnell Dinge zu erledigen und doch noch erreichbar zu sein schafft Verwirrung und Frustration. Jetzt ist Zeit für “over and out”.

 

Reflexion

Warum habe ich mir diese Gedanken während meiner Überfahrt notiert? – Weil ich gesehen habe, wie sich manche schwer getan haben sich zu trennen. Aber auch, weil es in manchen Fällen dann gar nicht gelang. Und dies hatte alles gute Gründe. Verantwortung gegenüber Familie, Freunden der eigenen Firma sind wichtig und sollen immer gut abgewogen werden. Dieser Artikel soll aber helfen soweit zu planen, wie man eben planen kann.

Beitrag teilen: